Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl besucht Gesamtschule Elsen
VON WOLFGANG STÜKEN-Paderborn-Elsen.
Hier werde liebevoll und respektvoll mit Schülern umgegangen und fabelhafte Arbeit geleistet. Dieses Lob zollte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl gestern der Gesamtschule Elsen.
Unter den 24 öffentlichen und drei privaten Gesamtschulen Ostwestfalen-Lippes zähle die Elsener zu den sehr leistungsfähigen, sagte die Chefin der Bezirksregierung zum Abschluss ihres dreistündigen Schulbesuches.
Nachdem sie sich im vergangenen Jahr in Förderschulen ihres Bezirkes umgesehen hatte, informiert sich Thomann-Stahl in einer neuen Besuchsrunde über die Arbeit der Gesamtschulen dieser Region. Von der Elsener war sie ,,ganz beeindruckt“. Nicht zuletzt, weil das hier verfolgte Prinzip der Teamarbeit auch in den Schwerpunkten Integration und Musikklasse ,,gelebt“ werde.
Bürgermeister Heinz Paus erinnerte an die politischen Vorbehalte, auf die Paderborns erste Gesamtschule bei ihrer Gründung vor 17 Jahren stieß. Längst habe sich die Gesamtschule Elsen in der Schullandschaft der Stadt einen gleichberechtigten Status erkämpft.
Trotz der hohen Zahl von 1.250 Schülerinnen und Schülern schilderte Schulleiterin Annegret Greipel-Bickel die Atmosphäre an der Gesamtschule als ,,sehr entspannt und unaufgeregt in der täglichen Arbeit“, was die Direktorin nicht zuletzt auf die Teamstruktur mit dezentraler Aufgabenverteilung und klaren Verantwortungsbereichen zurück führt.
Sechs Jahre habe die Gesamtschule in ihren Aufbaujahren mit den Provisorien einer Baustelle leben müssen. Greipel-Bickel: ,,Heute geht es uns richtig gut.“ Der Gast aus Detmold gab der Ausstattung die Note „vorzüglich“.
Die Qualität der schulischen Arbeit weiter zu verbessern, bleibe ein stetes Anliegen, sagte die Schulleiterin. Der für die Gesamtschulen im Regierungsbezirk zuständige Leitende Regierungsschuldirektor Dieter Spichal, der Thomann-Stahl begleitete, stellte das Bestreben der Gesamtschule Elsen, die Vermittlung methodischer Kompetenzen zu fördern, als beispielhaft heraus. Im 104-köpfigen Lehrerkollegium ist Fortbildung ein großes Thema.
Lernen macht auch hungrig. Annegret Greipel-Bickel stellte der Regierungspräsidentin die Pläne zur Umstrukturierung der Mensa vor, die zum 1. Februar 2008 greifen sollen. Durch die Einführung eines Abonnement-Systems und die Flexibilisierung der Essensausgabe soll die Zahl der Teilnehmer am Mensaessen von heute 350 auf „mindestens die Hälfte“ der Schülerzahl gesteigert werden. Am Preis von 2,50 Euro pro Mittagsmahlzeit soll sich nichts ändern.
© 2007 Neue Westfälische
Paderborner Kreiszeitung,
Donnerstag 09. August 2007

Hier kämpfen keine Bildungspolitiker: Heinz Paus, Marianne Thomann-Stahl, Dieter Spichal und Annegret Greipel-Bickel (v.l.) bewundern ein von Elsener Gesamtschülern gestaltetes Kunstobjekt.
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